In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die heutige Louis-Peter-Schule eine Privatschule. Im Mai 1876 wurde diese "Höhere Töchterschule" von der Stadt übernommen.

Im Jahre 1928 erhielt man das Recht Zeugnisse der Mittleren Reife zu erteilen. 1938 entschloss man sich, nicht nur Mädchen sondern auch Jungen den Unterricht in dieser Bildungsanstalt zu ermöglichen.

Zustrom nach zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem enormen Zustrom von Kindern und Jugendlichen, so dass die Räumlichkeiten im Schulgebäude am Westwall nicht mehr ausreichten. Behelfsmäßig wurden Baracken aufgestellt, die jedoch schnell nicht mehr den notwendigen Platz sicherten. Im Jahre 1959 wurde ein Anbau errichtet.

Auch diese Maßnahme griff nicht dauerhaft. Bereits 1966 war die Raumnot wieder so groß, dass man 8 Klassen auslagern musste. Entsprechende Räumlichkeiten fand man in der gerade fertig gestellten "Berliner Schule". Auch heute noch sind einige Klassen in den Räumen der "Berliner Schule" untergebracht.

1976 erfolgte der Umzug der Schule in die Louis-Peter-Straße, in die Räume der ehemaligen Berufsschule. Etwa zwei Jahre später bekam die Schule auch ihren Namen: Louis-Peter-Schule. Der Namenspatron der Schule ist der Firmengründer Mittelhessischen Gummiwarenfabrik Louis Peter AG, die 1929 mit der Continental AG fusionierte.

1996 erfolgte der nächste große Schritt. Die LPS wurde zu einer Haupt- und Realschule. Im gleichen Jahr wurde das Schulgebäude modernisiert und weitere Klassenräume angebaut.

2008 Start der SchuB-Maßnahme

Beginnend mit dem Schuljahr 2008/2009 wurde an der LPS die SchuB-Maßnahme eingeführt.
Aufgrund des Auslaufens des SchuB-Projektes läuft diese Maßnahme mit dem Schuljahr 2014/2015 mit der dann zu entlassenden Klasse SchuB 9 aus. Ersetzt werden wird diese Maßnahme durch Klassen mit erhöhtem Praxisbedarf.

Seit dem 01.08.2011 ist die Louis-Peter-Schule eine Mittelstufenschule, die individuelle Förderung und eine optimierte Berufsorientierung zum Ziel hat.
Mit der Mittelstufenschule verbunden ist eine Aufbaustufe, die vergleichbar ist mit einer Förderstufe, sich aber über drei Jahre (Jahrgang 5 bis 7) als pädagogische Einheit erstreckt.